Termingeld Zinsen
Termingelder sind Gelder, die ein Anleger einer Bank oder Sparkasse für einen bestimmten Zeitraum überlässt. Bei dem Abschluss des Termingeldvertrages werden die Dauer und der Zinssatz festgelegt. Ein Anleger legt beispielsweise 1.000 Euro für zwei Jahre fest an. Der Zinssatz beträgt 3% pro Jahr. Im ersten Jahr bekommt der Anleger 30 Euro überwiesen, im zweiten Jahr weitere 30 Euro Zinsen plus die Rückzahlung des angelegten Betrages von 1.000 Euro.
Manche Banken legen nach Ablauf der Anlagedauer den Betrag für dieselbe Anlagedauer zu dem dann gültigen Zinssatz neu an. Diesen Vorgang nennt man Prolongation. Andere Institute überweisen den Betrag samt Zinsen zum Ende der Laufzeit und warten auf eine neue Weisung des Anlegers. Es emphfielt sich keine Prolongation zu wählen, sondern die gebotenen neuen Zinsen mit denen anderer Kreditinstitute zu vergleichen und ggf. woanders neu anzulegen.
Termingelder sind nicht kurzfristig verfügbar, sondern können erst zum Ende der Laufzeit abgehoben werden. Will ein Anleger vorher darüber verfügen, kann die Bank die Auszahlung mit Hinweis auf die Laufzeit verweigern. Einige Banken zahlen den Betrag zwar aus, berechnen aber Gebühren oder Vorschusszinsen.
Sparer sollten sich nur dann für die Anlage in Termingeld entscheiden, wenn sie voraussichtlich über den Anlagebetrag vor Fälligkeit nicht verfügen müssen. Termingelder werden als Einlage eingestuft und unterliegen damit der staatlichen Einlagensicherung. Das bedeutet, im Insolvenzfall einer Bank, erhält der Anleger sein Geld mit einer gewissen Bearbeitungszeit zurück. In der EU ist die Einlagensicherung von Land zu Land verschieden. Ausländische Anbieter sichern oft nur Beträge bis zu einer bestimmten Höhe ab.
Die Zinsen für Festgelder schwanken stark. Große Banken, die wirtschaftlich gut dastehen und über genügend Kunden mit Anlagewunsch verfügen, bieten oft nicht sehr hohe Zinssätze. Kleinere Filialbanken und Direktbanken haben oft die besseren Konditionen. Es ist aber zu beachten, dass Direktbanken meist über keine Geschäftsstellen verfügen, und ein Kontakt oft nur über Telefon oder Internet möglich ist. Die höchsten Zinssätze bieten meist ausländische Anbieter. Anleger, die sich für ein solches Institut entscheiden, sollten nicht nur die Bank genau in Augenschein nehmen, sondern auch das Herkunftsland der Bank an sich. Kleine, wirtschaftlich schwache Länder, sind bei einer größeren Bankpleite schnell überfordert und könnten den Entschädigungsfall verweigern.
Derzeit herrscht ein allgemeines niedriges Zinsniveau. Die meisten Banken bieten Zinsen bei einer einjährigen Laufzeit zwischen 0,75 – 3% pro Jahr an. Die Banken mit den hohen Zinsen, sollten aber nur von Sparern gewählt werden, die mit dem Risiko und der Wartefrist bis zur Entschädigung bei einer Bankpleite leben können.