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Unternehmer haben mehr an der Krise zu knabbern als gedacht

finanzen-today.de am 30. März 2010 – 12:11Keine Kommentare

Eine aktuellen Studie des Spezialversicherers Hiscox zufolge mussten und müssen kleine und mittelständische Unternehmer deutlich stärker mit der aktuellen Wirtschaftskrise kämpfen, als sie selbst Monate zuvor angenommen haben. So glaubten am Anfang des wirtschaftlichen Abschwungs 74 Prozent der Kleinunternehmen und Mittelständler daran, die Krise unbeschadet zu überstehen. Glaubt man hingegen der Pressemitteilung von Hiscox, welche die Ergebnisse der Studie zusammenfasst, sieht die Realität ganz anders aus:
- 35 Prozent der Befragten leisteten Überstunden, im Schnitt arbeiteten sie 13,5 Stunden am Tag.
- 17 Prozent arbeiteten mehr als 50 Stunden in der Woche, um das Unternehmen am Laufen zu halten.
- 39 Prozent gaben an, seit Beginn der Krise unter erhöhtem Stress zu stehen, ein Drittel leidet seitdem unter Schlafstörungen.
- Bei einem knappen Viertel hatte die Wirtschaftskrise einen negativen Einfluss auf die Ehe bzw. Beziehung.

22 Prozent der befragten Unternehmer haben entschieden, persönliche Ersparnisse in ihr Unternehmen zu investieren. Die Summe der privaten Investitionen betrug dabei durchschnittlich 31.770 Euro. Weiterhin haben 31 Prozent ihr eigenes Gehalt um etwa 33 Prozent gekürzt. Während die Unternehmer Abstriche bei ihrem eigenen Gehalt machten, versuchten sie, die Gehälter der Angestellten nicht zu verändern. Nur in acht Prozent der Fälle wurden Angestellten-Gehälter gekürzt.

Über die Umfrage

Die Kalkulation basiert auf der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur
für Arbeit. In Deutschland gibt es 1.989.717 Unternehmen mit weniger als 50
Beschäftigten (Stand: 30.06.2009). Die genauen Zahlen sind unter
http://www.pub.arbeitsagentur.de zu finden.

Die Umfrage wurde von The Survey Shop im Auftrag von Hiscox zwischen dem 4.
und 11. Februar 2010 unter insgesamt 950 Geschäftsführern kleiner und
mittelgroßer Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten in Deutschland,
Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden durchgeführt. Die
Sicherheitswahrscheinlichkeit der Ergebnisse liegt bei 94,5%, die
Abweichung beträgt +/-5,5%.

Die durchschnittlichen persönlichen Investitionen in allen vier Märkten
betrugen 21.857 EUR. In den einzelnen Märkten beliefen sich diese auf:

31.770 EUR in Deutschland,
11.714 EUR in den Niederlanden,
19.574 EUR in Großbritannien und
24.870 EUR in Frankreich.

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